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Es gibt viele Formen von Theater; klassisch sind hier das Rollentheater, das Improvisationstheater und das komische Theater (sprich Clownerie). Für mich war zunächst das Improvisationstheater ein geeigneter Zugang zum Theater mit geistig behinderten Menschen, oder besser gesagt: mit Mensch mit individuellen Stärken und Schwächen. Da gab es einige, die Schwierigkeiten beim Lesen hatten, andere konnten nicht so gut auswendig lernen. Was lag da näher als das Improvisationstheater? Das ging aber in die Hose. Einige fühlten sich überfordert, spontan zu improvisieren und dabei - und das ist der Punkt - nicht die Geschichte zu verlieren. Es besteht auch die Gefahr der Angst, etwas falsches zu sagen, weil man gewisse Regeln braucht und diese auch erwartet. Nun, man kann auch nicht herkommen, ein klassisches Bühnenstück vorlegen und sagen, man möge dieses auswendig lernen. Dennoch hat sich heraus gestellt, dass der Zugang über ein fertiges Theaterstück erfolgen sollte. Diese Theaterstücke müssen dann auf jeden einzelnen zugeschnitten sein. Ich schreibe die Stücke selbst, weiß bereits beim Schreiben, wer welche Rolle übernehmen wird. Ich frage dann natürlich nach, ob jeder mit seiner Rolle zufrieden ist. Einen Rollentausch wird es nicht geben; möglich ist eine Korrektur der Rolle. Bei der Zuteilung der Rollen (während des Schreibens) achte ich darauf, dass der, der nicht so gut auswendig lernen kann, auch weniger Text bekommt, andere dafür mehr. Die Gefahr ist da: Es wird immer einen geben, der mehr die "Hauptrolle" bekommt, und ein anderer, der stets eine "Nebenrolle" bekommt. Das lässt sich nicht immer vermeiden. Doch ist hier die Möglichkeit auszuloten, ob man den einen oder anderen anders in Szene setzt (auf der Bühne präsent etc.) Praktisch ist auch eine Rolle, die das ganze Stück beherrscht, sozusagen eine "tragende Rolle" im wahrsten Sinne des Wortes, eine Person, die den Unsicheren durch das Stück leitet. Diese Rolle übernehme ich. Ich kann (hoffe es zu können) durch sogenanntes Zuspielen das Stück wieder anstoßen, wenn es zum Stocken geraten ist.
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