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Sie kennen die berühmten Kneipenphilosophen, die alles besser wissen. Wie die Philosophen unter Alkohol weiß ich auch nicht alles besser, aber ich gebe gern meinen Senf dazu. Mögen es für andere Kolumnen sein, nenne ich es Senf...
Übers
Herrschen Die Frau, so sagt man, denkt und handelt mehr aus einer Gefühlsebene heraus, während ihr Gegenpart, also der Mann, vieles eher sachlich betrachtet. So kann sich der Mann nicht so leicht zu übermäßig vielen Gefühlen hinreißen lassen, und schon gar nicht über diese – Frauen werden es bestätigen – reden. So gesehen passen Mann und Frau doch hervorragend zusammen: Während sie für das „Planlose“ zuständig ist, versucht er – so gut es geht – Herrscher der Lage zu sein. Schließlich soll nichts außer Kontrolle geraten. [weiter]
Über ein lustiges Völkchen Ja, wir sind schon ein lustiges Völkchen, wir regen uns beispielsweise über Dioxin verseuchte Eier auf, möchten aber möglichst günstig Eier kaufen. Da ist uns die Käfighaltung auch egal. „Massentierhaltung ist ein Skandal“, wettern wir und greifen beim Supermarkt zum günstigen Vorratspack Schweineschnitzel. So ist es halt in einer Welt, in der es den Sonntagsbraten auch montags, dienstags usw. gibt. [weiter]
Fühle die Vergangenheit Amerikanische Wissenschaftler haben sich mit Gefühlen auseinandergesetzt, soweit „Schaftler des Wissens“ sich überhaupt mit Gefühlen auseinandersetzen können. So fanden sie an der „University of lowa“ – das heißt tatsächlich „lowa“ und nicht etwa (sinnigerweise) „love“ – heraus, dass Gefühle auch dann weiter existieren, wenn die Erinnerung längst erloschen ist. [weiter]
Reden ist Silber
„Reden ist Silber und Schweigen ist Gold“, denn nur die Gedanken sind wahrhaftig frei. Jeder darf denken, was er will, er darf auch – soweit die Theorie – sagen und auch schreiben, was er denkt; er darf seine Meinung frei äußern. Nur sollte er, bevor er sein Sprach- bzw. Schreibwerkzeug benutzt, gut überlegen, welche Konsequenzen ihm blühen könnten. Zwar bleibt er juristisch gesehen straffrei; doch wird er nicht selten anderweitig bestraft. [weiter]
Ihr Haus, Ihr
Auto, Ihr Pferd - Sicher haben Sie schon einmal eine Stadtrundfahrt gemacht. Vorbei geht es an markanten Plätzen und Sehenswürdigkeiten, aber auch an Wohnhausfassaden. Man stelle sich einmal vor, ein Bewohner würde das Zuschaustellen seines Hauses verbieten. In diesem Falle müsste er sein Haus verhüllen. [weiter]
Wie wichtig ist Glaube Opti und Pessi aus dem Hause „Mist“ wollen eine Fahrradtour machen. Pessi befürchtet jedoch ein Gewitter, während Opti Mist meint, das bleibe schön. Als sie unterwegs sind, zieht es sich zu und in der Ferne sieht man schon die ersten Blitze. „Das zieht vorbei“, meint Opti. Pessi bekommt ein wenig Angst. Kurz Zeit später beginnt es zu regnen und das Gewitter kommt näher. Opti Mist beruhigt: „Wir werden schon nicht vom Blitz getroffen!“ Pessi schimpft und meint, es wäre besser gewesen, wenn man zuhause geblieben wäre. Wenig später werden beide vom Blitz getroffen! [weiter]
Wie wichtig ist Kirche Als ich noch unter den Fittichen meiner Eltern war, war der sonntägige Kirchgang selbstverständlich (und) Pflicht. Mit dem Erwachsenwerden spürte ich auch eine Gewisse Gottesgegenwart, zumindest innerhalb dieser 45 Minuten, in denen ich meinen Alltag ruhen lassen konnte. Nun nehme ich es mit dem Kirchgang nicht mehr so genau, gehöre auch zu den sogenannten „U-Boot-Christen“, die nur zu Ostern und Weihnachte vor dem Altar auftauchen. [weiter]
Deutschland sucht (mal wieder) den Superstar Deutschland scheint ihn jedes Jahr aufs Neue zu verlieren, den Superstar, daher ist Deutschland (mal wieder) auf der Suche. Gesucht wird ein Mensch (Männlein oder Weiblein), ein sogenannter Star, der nach außen was her macht, gut auftreten kann und vor allem singen kann. Der Gesang muss einen Bohlen überzeugen. ... [weiter]
Der Friede sei mit Euch Mitten in einer Zeit, in der zahlreiche Menschen in Bombay einem grausamen Attentat zum Opfer fallen, in der viele Menschen in Indien um ihr Leben fürchten; mitten in einer Zeit, in der viele Opel-Mitarbeiter um ihre Arbeitsstelle bangen, in der Existenzen aufs Spiel gesetzt werden; und wieder einmal mitten in einer Zeit, in der immer noch gemordet und gehungert, in der Leben achtlos weggeworfen wird, feiern wir das Fest der Liebe und des Friedens. ... [weiter] Geldrausch „Geld wird abgeschafft, ich habe schon keines mehr.“ Sie kennen sicherlich diesen Spruch. Problem ist nur: Ich bin nicht der einzige, der kein Geld mehr hat, auch den Banken ist das Geld ausgegangen. Zumindest sagen die das. Und wenn die Banken schon nichts mehr haben... [weiter] Gesundheitspolitik
- Solange Patienten noch zufrieden behandelt werden, solange sie erfolgreich gesunden und solange 120.000,00 Krankenhausmitarbeiter auf Kosten der Krankenhäuser zu einer mehr oder weniger erfolglosen Demo nach Berlin reisen können, solange ist doch alles gut. Also, was soll das ganze Gejammer? [weiter]
Schützt den Raucher Und das Possenspiel auf Kosten unserer Gesundheit geht weiter: Da dachte man, das Nichtraucherschutzgesetz sei nun endlich in trockenen Tüchern - zumal viele Bundesländer laut Gesetz bereits rauchfrei waren, NRW eine sogenannten Umgewöhnungsphase von 6 Monaten absolviert hat -, und dann das: Die Klage einiger Kneipen wird erhört, und schon weiß der Raucher und Nichtraucher wieder nicht, was Sache ist. [weiter]
Zum Lachen Karneval ist vorbei, wir können uns wieder verkleiden, können wieder dicht machen, uns verstecken. Auch wenn ich ein bekennender Karnevalsmuffel bin, so kommt mir schon mal der Gedanke, dass Karneval möglicherweise eine Zeit sein könnte, endlich wieder Mensch sein zu dürfen. [weiter]
Über Narren, „Helau“, Ihr Narren, die Kappe und das Grinsen aufgesetzt, und dann kann es los gehen, dann fliegen schon die Löcher aus dem Käse... „Ich habe das ganze Jahr lang Karneval“, mag mancher denken, „ich habe doch meine Arbeitsstelle...“ Alles ist vorhanden: Die Gaukler gaukeln uns was vor und die Clowns mimen die Strahlemänner. [weiter]
Fußball WM 2006
- „Das Runde muss ins Eckige!“ so heißt es in diesen Tagen. Und das hat schon damals nicht funktioniert, als ich als Kleinkind die runde Scheibe in die eckige Öffnung versenken wollte. [weiter]
[Herrschen ...]
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