Fußball WM 2006
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Fußball WM 2006 

 

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Fußball WM 2006 -
oder das Runde muss ins Eckige

Das Runde muss ins Eckige!“ so heißt es in diesen Tagen. Und das hat schon damals nicht funktioniert, als ich als Kleinkind die runde Scheibe in die eckige Öffnung versenken wollte.

In ganz Deutschland ist das ominöse Fußballfieber ausgebrochen, da schauen Männer und Frauen an den Bildschirmen oder vor Ort den 22 Männern zu, wie sie auf dem Rasen hinter einem Ball herrasen. Apropos 22 Männer: Wissen Sie eigentlich, warum der Frauenfußball bis 1970 vom DFB verboten war? Vermutlich ging der DFB davon aus, dass Fußball ausschließlich ein Mannschaftssport war und kein „Frauschaftssport“. Möglicherweise wurde auch vom DFB befürchtet, dass sich auch die Frauen nach einem Tor das Trikot über den Kopf ziehen würden oder nach einem berauschenden Spiel gar zu einem Trikot-Tausch hinreißen ließen. Oder war es doch vielleicht wegen den Bällen...? Und in der Tat spielten Frauen anfangs mit leichteren Bällen, und frau spielte nur 2 x 35 Minuten. Schließlich zählte man Fußball zum Hochleistungssport, und das hatte je etwas mit Leistung zu tun, und man konnte ja nicht erwarten, dass Frauen... Heute spielen die Frauen mit einem „normalen“ Ball, und auch für sie heißt es: „Ein Spiel dauert 90 Minuten...“. Soviel also zur Leistung unserer Frauen. Und dass der deutsche Frauenfußball sehr erfolgreich ist, sollte auch der männlichste Fußballfan mitbekommen haben. In dieser Hinsicht scheint der männliche Fußball zur Zeit noch Entwicklungshilfe nötig zu haben. Doch sollten wir die Flinte noch nicht ins Korn werfen; vielleicht sind wir (also unsere Männer) doch ganz erfolgreich.

Zurück zu unseren Frauen: Sie haben recht, wenn Sie nun meinen, dass die bisher aufgeführten Gründe gegen den Frauenfußball noch nicht skurril genug seien, um hierzu meinen Senf dazu zu geben. Und tatsächlich gibt es eine skurrile Begründung: Damals war man(n) ernsthaft der Meinung, dass bei einer fußballspielenden Frau möglicherweise gewisse Geschlechtsorgane „verrutschen“ könnten... Nun ja, sag ich doch: Es war „wegen den Bällen...“

Juni 2006

 


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