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Klassenfahrt nach Juist: Ich war verliebt in, aber auch auf Juist. In Juist, weil mir die Insel sehr gefiel; auf Juist, weil mir auch die damalige Refrendarin gefiel. Über letzteres kann ich heute schmunzeln. Als Sonderschulschüler einer Schule für behinderte Menschen war man, d. h. ich, über alles Weibliches, was zwei Beine hatte, begeistert; wir hatten ja sonst nichts... Mittlerweile bin ich ja der Insel Amrum verfallen, und Amrum wird sicherlich meine größere (Insel-)Liebe bleiben. Als ich im Herbst 2003 Juist erneut nach 25 Jahren besuchte, konnte ich schon nachvollziehen, warum ich schon damals von Juist schwärmte. Es ist eine schöne Insel und hat gegenüber Amrum einen entscheidenen Vorteil, die Insel ist autofrei. Alle Transporte werden auf Juist mit Kutschen getätigt. Die Einkaufsmöglichkeiten - falls es jemanden interessiert - sind besser als auf Amrum. Der Strand auf Juist ist nicht so breit wie auf Amrum, dennoch kann man auch dort Stellen finden, wo man unter sich ist. Er ist natürlich und sauber. Einen ausgewiesenen Strand für FKK-Freunde gibt es nicht; aber auch diese werden hier an abgelegenen Stellen auf ihre Kosten kommen. Da ist Amrum wesentlich großzügiger. Die Sonne geht hier nicht über dem Meer unter, sondern über den Dünen. Wer aber einen Sonnenuntergang über dem Meer genießen will, muss zum Juister Westen radeln oder sich dorthin "kutschieren" lassen; dort kann man einen schönen Sonnenuntergang ins Meer erleben. Im Osten hingegen sieht am auf die weißen Betonklötze der Nachbarinsel Norderney. Fazit: Es ist wahrlich keine Kunst, sich in Juist zu verlieben, nicht umsonst nennen die Insulaner ihre Insel "Töverland" gleich Traum-, Zauberland. Und es ist aus dem Ruhrgebiet so schnell zu erreichen, im Gegensatz zu Amrum, die - und das sei hier nochmals erwähnt - immer noch meine Insel ist.
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